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Eine Woche mit extremen Temperaturen liegt hinter uns. Niemals zuvor war es im Juni so heiß wie in diesen Tagen. Anders als früher ziehen diese Wetterphänomene – wie Starkregen und extreme Hitze – nicht einfach weiter. Stattdessen verharrt die Wetterzelle über längere Zeit an einem Ort. Und wir sind darunter wie unter einer Glocke gefangen.
Wir müssen Menschen, Tiere und unsere Bäume aktiv unterstützen, um der Bedrohung standhalten zu können
Die aktuellen Hitzetage zeigen, wie belastend Extremwetter sein kann. Auch wenn sich Kronen zeitweise erholen, bleiben Schäden an Wurzeln und Leitungsbahnen oft länger bestehen. Auch der aktuelle Waldzustandsbericht, den das Bundeslandwirtschaftsministerium am 19. Mai 2026 veröffentlicht hat, vermittelt eine klare Botschaft: Deutschlands Wälder stehen weiterhin stark unter Druck. Nur noch jeder fünfte Baum gilt als gesund. Trotz der Niederschläge der vergangenen Jahre leiden viele Bestände weiterhin unter den Folgen jahrelanger Trockenheit und extremer Hitze.
Für uns als Baumexperten ist die Lehre daraus stets dieselbe: Ein Baum, der in der Krone wieder grüner wird, ist nicht automatisch ein gesunder Baum.
Was die Berichte für unsere Region zeigen
Vor unserer Haustür zeichnet der jüngste Waldzustandsbericht für Nordrhein-Westfalen, vorgestellt am 20. November 2025, ein ähnliches Bild: eine leichte Erholung, aber keine Trendwende. Nur 29 Prozent der Bäume in NRW zeigen eine gesunde, dichte Baumkrone. 34 Prozent gelten weiterhin als schwer geschädigt. Über die lange Sicht hat sich der Anteil der gesunden Bäume in NRW seit Beginn der Erhebung 1984 etwa halbiert.
Bei uns im Siebengebirge und im benachbarten Westerwald gilt dasselbe Bild über die Landesgrenze hinweg. Der waldpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz, Fabian Ehmann, brachte es in der Landtagsdebatte am 29. Januar 2026 auf den Punkt: „Es gibt eine Verschnaufpause, aber keine Entwarnung.“ Vor allem in der Rheinebene habe das Wasser für viele Bäume nicht ausgereicht, um sich zu erholen.
Warum die Erholung trügen kann
Genau das sehen wir bei unseren Kontrollen jeden Tag. Die heißen, trockenen Jahre 2018 bis 2020 und 2022 haben den Bäumen Schäden zugefügt, die ein Laie kaum erkennen kann. Geschädigt wurden das Feinwurzelsystem und die Leitungsbahnen, über die ein Baum Wasser und Nährstoffe transportiert. Ein nasser Sommer lässt die Krone kurzfristig wieder ergrünen. Das beschädigte Leitungssystem darunter repariert er damit nicht.
Das bedeutet im Klartext: Ein Baum kann in der Krone wieder vital wirken und dennoch instabil sein. Bricht erst ein größerer Ast oder kippt gar der Baum, bedeutet dies eine erhebliche Gefahr für das Umfeld, für Menschen und Sachen.
Nur das geschulte Auge eines erfahrenen Baumexperten kann erkennen, was tatsächlich im Baum vor sich geht – während der Laie nur die vermeintlich gesunde Krone sieht.
Was das für Baumbesitzer konkret heißt
Für private Grundstücksbesitzer: Im Garten steht ein Baum oft unter härteren Bedingungen als im Wald, mit wenig Wurzelraum, verdichtetem Boden und versiegelten Flächen ringsum. Wir können den Baum bei Bedarf wirksam entlasten, indem wir Äste in der Krone behutsam kürzen und Totholz entfernen. Damit reduzieren wir die statische Last. Eventuelle Risse können sich wieder schließen. Dies bewahrt den Baum vor Parasiten und Schädlingen. Hinzu kommt: Als Eigentümer tragen Sie die Verkehrssicherungspflicht für Ihre Bäume.
Für Gewerbebetriebe: Bäume auf Firmengeländen, Parkplätzen und Zufahrten stehen dort, wo täglich Menschen und Fahrzeuge unterwegs sind. Eine dokumentierte Regelkontrolle ist Ihr Nachweis dafür, dass Sie Ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen sind, und damit ein wichtiger Baustein für Versicherung und Haftung.
Für Kommunen: Straßenbäume und Bestände an Schulen, Spielplätzen und Friedhöfen erfordern heute mehr Aufmerksamkeit als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig ist das Personal in der öffentlichen Hand knapp. Genau hier schließen wir als Fachbetrieb die Lücke, mit Kontrolle, Dokumentation und fachgerechter Pflege bis hin zur Ersatzpflanzung klimaresilienter Arten.
Jetzt kostenlose Bauminspektion vereinbaren
Lassen Sie den Zustand Ihrer Bäume von unseren Experten vor Ort prüfen, bevor sich ein kleiner behebbarer Schaden zu einem großen Risiko entwickeln kann. Wir kommen zu Ihnen, begutachten Ihren Bestand und besprechen gemeinsam, was sinnvoll zu tun ist. Vereinbaren Sie einen Termin mit unserem Büro und beugen Sie Schäden und Haftungsrisiken wirksam vor.
Mit einer professionellen Baumkontrolle beugen Sie auch einer besonders tückischen Gefahr vor: dem Sommerbruch. Warum im Sommer vital erscheinende, schwere Äste plötzlich aus der Krone brechen können, erklären wir im nächsten Beitrag. Extremwetter können wir nicht verändern, aber wir können viel dazu beitragen, dass unsere Bäume solche Phasen besser überstehen und uns auch in diesem Sommer kostbaren Schatten spenden.
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