Sommerbruch – Die unsichtbare Bedrohung

Von Gary Blackburn

An diesen Sommer werden wir uns noch lange erinnern. Bereits Mitte Juni stiegen die Temperaturen teilweise auf über 40 Grad Celsius. Der Deutsche Wetterdienst schreibt, dass es seit Aufzeichnungsbeginn noch nie „eine solche lange und intensive Hitzewelle so früh im Sommer“ gegeben habe. Die Nächte blieben mit Temperaturen nahe 30 Grad Celsius tropisch und boten keinerlei Entspannung.

Besonders ältere und kranke Menschen litten unter der Hitze. Notaufnahmen und Rettungsdienste waren überlastet. Aber auch die Natur kann solche Extreme nicht dauerhaft verkraften.

Mitte August mussten wegen Wald- und Flächenbränden Ortschaften evakuiert werden. Der Brand im Hohen Venn erstreckte sich über eine Fläche von 3.400 Hektar. Das entspricht etwa drei Vierteln der Fläche des gesamten Naturschutzgebiets Siebengebirge, das wir hier vor unserer Haustür kennen. Die Schwelbrände im Torfboden führten über mehrere Tage hinweg zu einer solchen Rauchentwicklung, dass die Notrufleitungen der Feuerwehr in unserer Region zeitweise überlastet waren, weil viele Bürger Brandgeruch melden wollten. Auch bei uns im Hauptbüro in Vettelschoß lag der Geruch über viele Tage in der Luft.

Die Brände sind gelöscht, die Hitzewelle liegt hinter uns.

Die Gefahr ist allerdings nicht gebannt, sie ist nur weniger offensichtlich.

Hält eine Hitzeperiode über mehrere Tage an, kann dies den Baum nachhaltig schädigen. Beim Menschen würde man wohl von einem Kreislaufzusammenbruch sprechen – beim Baum ist es der Transport von Nährstoffen von den Wurzelhärchen bis in die Krone, der gestört wird. Denn bei hohen Temperaturen funktioniert der Flüssigkeitstransport durch das Kapillarsystem von Wurzelwerk über den Stamm in die Äste der Krone nicht mehr.

Um sein Überleben zu sichern, stellt der Baum die Versorgung einzelner Äste in der Krone ein. Was für den Erhalt des Baumes Sinn ergibt, bedeutet für das Umfeld – ob Haus, Garten oder öffentlicher Platz – eine erhebliche Gefahr. Denn ein Laie kann kaum erkennen, ob der Baum im eigenen Garten noch sicher ist.

Die frühzeitige Verfärbung von Blättern kann ein Zeichen sein, oft aber brechen selbst massive Äste aus der Krone, die für den Laien noch vollkommen vital erscheinen. Fachleute nennen dieses Phänomen „Sommerbruch“.

In meinen mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung als professioneller Baumexperte kann ich mich an keine Saison wie diese erinnern. Niemals zuvor hatten wir so häufig mit durch Sommerbruch zerstörten Ästen und angerissenen Stämmen zu tun wie in diesen Wochen. Sowohl meine Söhne als auch ich haben pro Tag mehre Termine wegen Astabbrüchen durch Sommerbruch.

Gefährlich für das Umfeld ist nicht nur der Sturz der massiven, schweren Äste. Gefährlich für den Baum selbst sind die Einrisse im Stamm, die unbehandelt ein Einfallstor für Krankheiten bilden können, für Pilze, Parasiten und Schädlinge. Mit einem schonenden und entlastenden Rückschnitt sorgen wir im Fall der Fälle dafür, dass die Risse heilen können und der Baum wieder in ein natürliches Gleichgewicht kommt.

Lassen Sie es so weit nicht kommen. Die Gefahr ist real, sowohl für Personen als auch für Gebäude, Passanten und den öffentlichen Verkehr. Eine Versicherung kann Zahlungen verweigern, wenn Baumbesitzer ihrer Sorgfaltspflicht durch eine regelmäßige und fachgerechte Baumkontrolle nicht nachgekommen sind. Lassen Sie deshalb Ihre Bäume durch unsere Inspektoren untersuchen. Das geschulte Auge unserer Experten erkennt die Symptome, die auf einen geschwächten Baum und die Gefahr von Sommerbruch hinweisen.

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin mit unserem Büro für eine kostenlose Inspektion bei Ihnen vor Ort. Die Herbststürme stehen bereits vor der Tür. Stellen Sie jetzt sicher, dass Ihre Bäume sicher sind. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit unserer Erfahrung und kostenlosen Rat.

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